Romantik und Revolution – der Podcast des Heinrich-Heine-Instituts

Romantik und Revolution – der Podcast des Heinrich-Heine-Instituts

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00:00:01: Romantik und Revolution, der Podcast des Heinrich-Eine Instituts und des Schumannhauses.

00:00:07: Folge neun?

00:00:08: Wie ein Fisch im Wasser oder wie Heine in Paris.

00:00:11: Dr.

00:00:12: Sabine Brenna Wilczek im Gespräch mit Franziska Humphries.

00:00:18: Die heutige Podcastfolge pkennen wir mit einem originalen Heine Zitat über Paris.

00:00:24: Fragt sie jemand, wie ich mich hier befinde?

00:00:26: So sagen Sie ... Oder vielmehr sagen Sie den Leuten dass wenn im Meer ein Fisch den anderen nach seinem Befinden fragt, so antworte dieser Ich befinde mich wie Heine in Paris.

00:00:42: Ja, ich bin hier gerade bei unserem Podcast Romantik und Revolution mit Dr.

00:00:46: Franziska Humphries!

00:00:48: Ich freue mich außerordentlich, denn dieser Podcast wird das erste Mal international sein und eines Lebensader nach Vollziehen nämlich von Düsseldorf nach Paris – und ich habe jetzt die Direkt-Ries de Saint-Henrienne.

00:01:02: Hier in der Leitung.

00:01:03: liebe Frau Humphrys ganz herzlich willkommen.

00:01:06: können Sie Heine zustimmen, dass auch sie sich in Paris so wohl fühlen?

00:01:11: Wie ein Fisch im Wasser.

00:01:14: Vielen Dank für die Einladung, ich freue mich sehr hier zu sein und ja absolut!

00:01:18: Ich fühle mich diesen Fischen sehr nahe und habe sehr große Sympathie für das fidäle, lebendige und schillernde an ihnen.

00:01:27: Ich glaube, Heine liebte – ja das europäische der Metropole auch wenn es natürlich ein Stück weit Exil für ihn war.

00:01:35: Er musste ja auch nach Paris gehen.

00:01:38: Vielleicht mögen Sie etwas über Ihre Einrichtung sagen?

00:01:41: Wir sind ja sozusagen auf der Bilca-Straße in Düsseldorf, der Straße der Romantik und Revolution seiner Geburtsstadt und auch einen Sehnsuchtsort.

00:01:51: aber Paris war dies sicherlich auch.

00:01:53: vielleicht, mögen sie zur Maison ein paar Worte uns sagen!

00:01:57: Wie erinnert Ihre Einrichtung heute an Heine?

00:02:00: Ja, danke gerne.

00:02:02: Die Maison Heinrich-Heine trägt Heine im Titel – das war nicht immer so!

00:02:07: Sie wurde neunzelhundertsechsundfünfzig als erste Auslandsvertretung Westdeutschlands damals noch in Paris gegründet.

00:02:16: Das heißt, bevor die Botschaft eröffnet wurde oder eine andere kulturelle Einrichtungen, Tatsächlich die erste Vertretung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris, also ein ganz wichtiges Symbol.

00:02:28: Ein ganz wichtiger Ort der Versöhnung des Aufeinanderzugehens, des Austauschs und der deutsch-französischen Freundschaft.

00:02:36: Wir befinden uns hier, Sie müssen sich mein Haus vorstellen auf einem Campus also in einem Park.

00:02:42: Das heißt dieser Campus heißt Cité International Universitaire de Paris.

00:02:47: Hier sind über vierzig Häuser die verschiedenen Ländern zugeordnet sind und die sozusagen im Kleinen eine kleine Welt abbilden.

00:02:54: Und auch diesen Campus Leben Studierende aus der ganzen Welt Und genau das ist der Gedanke, der dem Haus vorangehen ging.

00:03:02: Der auch etwas damit zu tun hat mit dem deutsch-französischen Jugendwerk zum Beispiel diese Initiativen die Idee dass die Versöhnung dass der Frieden nur über die Jugend hergestellt werden kann und in diesem Sinne beherbergt die Maison Heinrich Heine also junge Menschen exzellente Menschen aber auch Menschen die besonderes Engagement zeigen hier in ihrem haus Damit sie hier in Paris ihre Studienvorhaben verwirklichen können.

00:03:27: Wir haben also eine dreifache Mission, wenn Sie so wollen.

00:03:29: Es sind Lebensort und Wohnort für Studierende.

00:03:33: Wir sind gleichzeitig eine wichtige deutschsprachige Bibliothek- und Forschungsinfrastruktur und haben darüber hinaus ein ganz wichtiges Kulturprogramm – Debatten, Konzerte, literarische Begegnungen, Filme, die wir hier das ganze Jahr über anbieten einen weiten Publikum in Paris um unserer historischen Mission

00:03:55: nachzukommen.".

00:03:57: Ich glaube, Heinrich Heine hätte es trefflichst gefallen würde also heutzutage durch die Tür kommen.

00:04:02: Denn er selbst hat sich ja einmal halb scherzhaft, halb ernsthaft als der französischste aller deutschen Dichter bezeichnet und hatte natürlich mit seinem Werk zum Brückenbau zwischen Deutschland und Frankreich in so maßgeblicher Weise beigetragen.

00:04:17: Also ich glaube gerade dieser Aufbruch, der Umbruch hätte Heinre natürlich sehr gut gefallen.

00:04:26: Humor und seine Kokiterie klingt quasi bis in die Jetztzeit nach.

00:04:31: natürlich auch sein Intellektueller und sehr, sehr scharfer Geist.

00:04:37: Vielleicht ist es eine gute Gelegenheit?

00:04:38: Sie haben ja schon davon gesprochen dass es viele exzellente junge Menschen gibt die bei ihnen als Wohn- und Lebens- und Arbeitsort eben beheimatet sind.

00:04:48: Es gibt hier eine ganz neue Kooperation zwischen Ihnen, Alsmaison Henrienne und natürlich dem Heinrich Heine Institut in Düsseldorf und der Heinrich-Heine Gesellschaft und der Heinrich-Heine-Universität, denn es ist uns gelungen den diesjährigen Preisträger des Forums Junge Heineforschung.

00:05:06: Also dem Amtierenden, der im Dezember letzten Jahres gekürt worden ist nach Paris zu bringen.

00:05:12: Vielleicht mögen Sie da zu dieser neuen Initiative einmal etwas berichten?

00:05:17: Ja, wir freuen uns sehr dass Justus Hirmeier aus Jena also diese erste Residenz bei uns antreten wird.

00:05:24: in der Tat.

00:05:25: Ich habe gesagt das Haus wurde neunzehn sechsundfünfzig gegründet d.h.

00:05:28: Wir feiern dieses Jahr siebzig des Jubiläum im Resonanz zum hundertsiebzigsten Todestag von Heinrich Heine und es ist uns wichtig das zum Anlass zu nehmen um tatsächlich das Erbe von Heine auf allen Ebenen eigentlich hier im Haus zu stärken und auch nochmal deutlicher nach außen zu tragen.

00:05:45: Und da gehört natürlich als erster Schritt dazu, sich Institutionen wie insbesondere der Irring zu nähern und bleibende Kooperationen aufzubauen.

00:05:53: also wir bieten Tatsächlich seit diesem Jahr zusammen dem Preisträger des Forums Junge Heineforschung an einen Monat hier bei uns in Residenz zu verbringen, um auf Heines Spuren in Paris zu leben und zu arbeiten.

00:06:05: Und also dadurch sein Forschungsvorhaben zu vertiefen und dann hier auch vorzustellen.

00:06:09: Es ist uns einfach wichtig dass wir hier auch Forschungskompetenz zu Heine entwickeln.

00:06:13: das ist ja nicht unsere erste Mission aber wir wollen unserem Namenspatron doch gerecht werden.

00:06:20: Also ich denke, es wird eine absolute Old Town Cordial werden.

00:06:23: Das ist glaube ich auf jeden Fall und gerade das Internationale Forum Junge Heineforschung hat ja seit nineteen sieben neunzig die Aufgabe immer wieder jungen Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit zu bieten ihre Masterarbeiten ihre Dissertationen vorzustellen.

00:06:38: also eine lange lange Tradition und wir gründen innerhalb dieser langen Tradition jetzt hoffentlich auch eine lange neue Traditionen.

00:06:46: Auch Herr Hilmeier wird dann nach Paris kommen, so ähnlich wie Heiners einmal getan hat natürlich unter anderen Vorzeichen aber Heiner wollte auch die Kultur kennenlernen und als Journalist arbeiten.

00:06:58: Wir haben sehr schöne Einspieler gemacht für unseren Podcast.

00:07:01: wir wollen quasi ein bisschen mit Heinrich Heiner auf Reisen gehen durch die Stadt und da ist der Einzug in Ein Boulevard Saint-Denis, noch ein ganz markanter Punkt vielleicht.

00:07:14: Kommen wir gemeinschaftlich jetzt einmal mit Heine an!

00:07:39: die sehr geschmackvoll gekleidet waren, wie Bilder eines Mode-Journals.

00:07:46: Dann imponierte mir, dass sie alle Französisch sprachen – was bei uns ein Kennzeichen der Vornehmendwelt ist!

00:07:54: Hier ist also das ganze Volk so vornehmen wie bei uns der Adel.

00:07:59: Ich fand alles so amüsant und der Himmel war so blau und die Luft so liebenswürdig, so generös….

00:08:06: Und dabei flimmerten noch hier und da die Lichter der Juliesonne.

00:08:12: Und manche gebratene Taube flog mir ins offene, gaffende Maul.

00:08:19: Ich muss wirklich sagen, weil Heine kann man eigentlich nur schmunzeln wie er sozusagen umgestaltet.

00:08:26: Das ist ja ein freiwilliges Exil in letzter Minute und das gestaltet er quasi zu einem absoluten Triumph-Einmarsch um mit seinem wunderbaren Humor seiner Kontrastestätik der entsprechenden Fallhöhe und natürlich auch der Liebe zur Sprache und dieses Zitat geht so weiter dass er eben dann einige Sauertöpfe Fische Damen mit Sauerkrautgesichtern und solchen Minen trifft, also es ist einfach auch eine Liebe zu den Menschen.

00:08:56: Eine Liebe zur Beobachtung die hier ja einfach noch mal zu erkennen ist bei Heinrich Heine.

00:09:02: Und da ihr auch Heine in Paris ankommt und sie seit dem Jahr zwanzig Leiterin der Mison sind vielleicht mögen Sie uns ein bisschen erzählen wie sie denn zu ihrer Paris-Liebe gekommen sind?

00:09:15: Ja das ist eine schöne Frage.

00:09:18: Also Sie haben ja schon sehr darauf hingewiesen, die Bedingungen unter den Heinen nach Paris kamen sind natürlich historisch besondere und also möchte da selbstverständlich keine historischen Vergleiche ziehen.

00:09:28: Aber mein persönlicher Weg nach Paris... Ich kann mich da identifizieren mit diesem Einzug nach Paris der natürlich überhaupt nicht Triumphal war aber den man im Rückblick oder in der Beschreibung dann zu einem solchen Macht weil uns unser Enthusiasmus unsere Faszination unserer Liebe zu dieser Stadt dort hinträgt.

00:09:47: Tatsächlich hatte ich am Anfang auch vor allem die Liebe zur Sprache.

00:09:51: Ich bin zwei Jahre nach der Wende in der ehemaligen DDR geboren und in Dresden aufgewachsen, im gleichen Rhythmus wie die Frauenkirche also in einer Stadt, die historisch geprägt ist, der man die Geschichte quasi in jedem Stein ansieht und die eine große Frankophilie hat.

00:10:07: Französisch gehörte immer irgendwie auch in der Schule.

00:10:10: Ich hatte das Glück zu den Sprachen, mit denen ich im Kontakt war und aus irgendeinem Grund hat dieser Nährboden dazu geführt dass es mich nach Paris getrieben hat.

00:10:18: bei der ersten Gelegenheit die sich mir bot Und ich bin also ohne einen Pfennig in der Tasche ziemlich arm als Studentin dann nach Paris gekommen Mit großem Idealismus und großen Erwartungen wie auch Heine sicherlich.

00:10:30: auf gewisse Weise haben sich diese Erwartung natürlich nicht erfüllt weil es diese Ideale in dieser Form nicht gibt.

00:10:36: Auf andere Weise dann doch, also wie habe ich es geliebt?

00:10:39: Dieses Studium im Cartier-Latin in den Kinos und in den Cafés.

00:10:43: In den wunderbaren Buchhandlungen auch wenn die Universität als Institutionen aus deutscher Sicht befremdlich ist.

00:10:50: dieses unglaubliche intellektuelle Leben war für mich definitiv eine Befreiung.

00:10:54: Ich möchte nicht sagen wie für Heine nochmal weil die Bedingungen natürlich andere waren.

00:11:00: aber irgendetwas an dieser Stadt lebt auch nach Und der Mythos ist immer noch genauso lebendig.

00:11:05: womit ich mich dann doch identifiziere darf, glaube ich ist dieses Europäatum von Heine.

00:11:12: Wie Sie es auch gerade schon gesagt hatten hat sich selbst als Europäer gesehen als Weltbürger und für mich und meine Generation war das eine absolute Faszination und auch Dankbarkeit, tiefe Dankbarheit diesen Schritt nach Europa gehen zu können.

00:11:26: Also Paris hat immer auch das bedeutet hinaus aus Deutschland hinein in die Welt Und das war Paris.

00:11:34: Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich eine ganz persönliche Paris-Erinnerung habe.

00:11:39: Zum Beispiel gab es den Heinepreis Verlin an Simone Wei die damals auch gerade ihre Autobiografie Mavi vorgelegt hatte und die tatsächlich eine große, große Heinefreundin war.

00:11:52: Und dann tatsächlich ihr Geld zur Wiederherstellung beispielsweise des Grabdenkmalz von Heinrich Heine vom Heinepreis gegeben hat – das war eine absolute Sternstunde wo man sieht wie viele europäische Brückenbauerinnen es wirklich gibt!

00:12:08: Das fand ich noch mal ganz, ganz überzeugend auch sehr froh.

00:12:13: In Düsseldorf auf der Bilca-Straße, der Straße der Romantik und Revolution gibt es ja auch zum Beispiel als direkte Nachbarn vis-à-vis das Institut Française und insofern bleibt auch bei uns glaube ich immer so ein Baustein der französischen Kultur und der Brückenbauerschaft von Heine.

00:12:32: nochmal miterhalten denke ich.

00:12:36: Ich würde mich noch sehr dafür interessieren Was für Programmpunkte wir gemeinschaftlich schon in der Vergangenheit von Institut-sur-Maison gestaltet haben und wie wir das vielleicht noch weiter ausbauen könnten, dass wir da auch weiter Brückenbauerinnen werden.

00:12:57: Welche Punkte erinnern Sie insbesondere an die Institutionengeschichte aus der jüngeren Vergangenkeit?

00:13:05: Also, das Heinrich-Heines-Institut hat ein kleines Format bei uns immer durchgeführt.

00:13:10: Die Menschen hier sehr lieben sind die sogenannten Heines-Spaziergänge.

00:13:13: Das heißt, dass jemand von ihrem Institut Kram und hier ein ganz bunt gemischtes Publikum eigentlich auf Heines Spuren durch Paris geführt hat.

00:13:23: Die Einspieler, die sie vorbereitet haben, geben ja so einen kleinen Geschmack davon.

00:13:26: also was man hier sehen kann nämlich sehr viel denn Heine ist oft umgezogen war viel unterwegs.

00:13:32: Also das ist ein sehr schöner Moment, immer auch tatsächlich der Weitergabe und des geteilten Diskurses über Heinrich Heine und sein Leben hier in Paris.

00:13:41: Heine lebt ansonsten sehr lebendig in unserer Musikarbeit wieder.

00:13:46: also Konzerte, Lieder... Das Lied wofür er ja ganz maßgeblich ist taucht bei uns im Programm immer wieder auf daran anzuknüpfen und vielleicht auch beides zu verbinden.

00:13:58: Und eben wie gesagt, mit mehr noch tatsächlich wissenschaftlicher Arbeit auszustatten.

00:14:03: Das könnte ja unser Ziel für die Zukunft sein!

00:14:06: Ich kann vielleicht noch erwähnen, dass nicht wir direkt aber daran natürlich anschließend das Heinrich-Heinerhaus hier in Paris ein neues Format einführen wird.

00:14:14: Die sogenannte Heine Lecture gefördert von der Wüstenrotstiftung die an diese Tradition des freien Denkens von Heine anknüpfen will und sozusagen jedes Jahr eine wichtige intellektuelle Stimme einlädt, die das Erbe Heines auf die eine oder andere Weise Und dieses Jahr wird das Navit Kamani sein, der diesen Reigen sozusagen eröffnet.

00:14:37: Der ja wie kein anderer.

00:14:39: heute führt diese Auseinandersetzung mit dem Zusammenleben der Kultur und der Sensibilität für die Ambivalenzen unserer Gegenwart sich befasst und mit uns seine persönlichen Heinelektüren teilen wird.

00:14:54: Eine neue Denken, eine verlebendigen, eine neue Erzählen ist natürlich ganz wichtig.

00:14:58: Sie haben schon so viele Stichworte genannt gerade die Musikalität in Heinrich-Heines Werken also eine wer ertrefflicherweise auch in die Oper gegangen um ihre eigenen Spaziergänge und Kulturerlebnisse zu ergänzen.

00:15:12: aber Heine ist natürlich der musikalischste aller deutschsprachigen Dichter überhaupt Und ich erinnere mich sehr gerne an eine ganze Busreise aus Düsseldorf vor ein paar Jahren ihr Heinerhaus besucht haben.

00:15:26: Und zwar waren dann Menschen der Heine-Gesellschaft Mitglieder mit dabei an Bord, dann Studierende der Robert Schumann Hochschule, ein Jazz Ensemble und Studierender der Schauspielschule der Keller Köln.

00:15:38: Viktor Maria Dietrich haben wir eben schon gehört – er gehörte auch zu diesem schauspielenden Ensemble!

00:15:44: Und dann gab es eine ganze Stadtrundfahrt und tatsächlich auch ein gute Nacht-Tariauftritt zu Heinis Mutter Betty, der sehr emotional war.

00:15:54: Und Studierende der Studierendenakademie der Heine Uni waren auch mit dabei.

00:15:58: und dieses Zusammenreisen zusammen Paris nochmal erleben mit entsprechendem Input das habe ich jetzt persönlich so noch mal ganz präsent und wach in Erinnerung wo's auch um lebendigen Austausch geht lektuelle Figur.

00:16:15: und da kann ich mich sehr gut daran erinnern, als wir am Plastiler Concorde vorbeigekommen sind.

00:16:20: Und eigentlich aussteigen wollten!

00:16:23: Aber genau an diesem Tag eine Großveranstaltung war.

00:16:25: aber kurz sei gesagt Wir haben es dann trotzdem noch geschafft und das Zitat zum Plastiller Concorde wird mir jedenfalls immer besonders in Erinnerung sein.

00:16:42: Es ist ganz wahr, dass man von seinem baldigen Sturze spricht.

00:16:46: Es heißt im stillen Sonnenbrand Amnil in seiner heimatlichen Ruhe und Einsamkeit hätte er noch Jahrtausende aufrecht stehen bleiben können.

00:16:55: aber hier in Paris agitiere ihn der beständige Wetterwechsel die fieberhaft aufreibende anarchische Atmosphäre Der unaufförlich wehende feucht kalte Kleinwind welcher die Gesundheit weit mehr angreift als der glühnde Samum der Wüste.

00:17:11: Kurz,

00:17:13: die Pariser Luft bekomme ihm schlecht.

00:17:17: Der Obelisk stand einst vor den lotusknäufigen Riesensäulen am Eingang des Tempels von Luxor – welcher wie ein kolossaler Sarg aussieht und die ausgestorbene Weisheit der Vorwelt getrocknete Königsleichen einbalsammierten Tod enthält.

00:17:34: Zittert und wackelt vielleicht wirklich der große Obeliske weil es ihm graut sich auf solchem gottlosen Boden zu befinden?

00:17:42: Eher, der gleichsam ein steinerner Schweizer in Hieroglyphen livré Jahrtausende lang Wache hielt vor den heiligen Forten der Pharaonengräber und des absoluten Mumientooms?

00:17:54: Jedenfalls steht er dort sehr isoliert.

00:17:57: Fast komisch isoliert unter lauter theatralischen Architekturen der Neuzeit Bildwerken im Rocco-Geschmack – Springbrunnen mit vergoldeten Nahjaden!

00:18:11: Ja, der Plastola Concorde wird glaube ich ihr sehr einzigartig von Heinrich Heine beschrieben.

00:18:18: Wie empfinden Sie denn diesen Heinetext?

00:18:21: und ja heines Ironie die natürlich durch jede Zeile durchscheint?

00:18:27: Ich weiß nicht ob dieses Zitat das beste Beispiel dafür ist wie ich diese Ironie mal erlebt habe aber im Grunde ist diese Ironia bei Heine der Gegenpol zur Sehnsucht also diese unendliche romantische Sehnsucht dieses Streben nach etwas Unfassbarem, das man dann häufig Liebe nennt.

00:18:45: Aber was auch nicht unbedingt Liebe ist sondern einfach dieses Drängen in der Brust dass die Brust gleichermaßen weitet aber eben so sehr dass es schmerzt.

00:18:53: und Dieses Gefühl Das glaube ich auch.

00:18:56: also Ich denke Paris war für Heine auch so ein sehnsuchts Ort So ein Fixpunkt dieses Strebens sozusagen.

00:19:03: Es ist so stark, dass es dann gebrochen werden muss durch diesen Humor.

00:19:06: Durch diese Ironie die dieses Gefühl in gewisser Weise bremst einhängt aber eben auch mit einem reflexiven Moment versieht.

00:19:14: Ist intellektuell macht, intellektual beherrschbar auch Macht und ich sehe da immer das Echo zu ihrem wunderbaren Podcast.

00:19:21: Titel ja also Romantik und Revolution.

00:19:23: genau darin liegt es.

00:19:24: Das ist das Wechselspiel zwischen Emotion und Intellekt dass zu Fortschritt führt.

00:19:31: Beides gehört zusammen und beides kann nicht ohne das andere sozusagen Leben schaffen, die gelebte Erfahrung in die Welt

00:19:40: bringen.".

00:19:41: Heine hat sich auch mal einmal als der abgedankte Fabelkönig der Romantik den natürlichen letzte abgedankte Fabelkönig der Romantik bezeichnet und damit natürlich kokettiert, aber gleichzeitig auch sehr subjektiv kommentiert.

00:19:56: Und hat sich nie von einer Partei vereinnahmen lassen!

00:20:04: Standpunkt von Heinelschein mir nahezu modern zu sein, also auch wie er jetzt diesen Obelisten beschreibt und sich auch von bestimmten Dingen distanziert.

00:20:12: Sie damit kritisiert und ich glaube sie haben wirklich recht.

00:20:15: das heißt immer wenn er versucht ein Stückchen wahres Gefühl zu berühren dann schreckt er manchmal fast zurück oder ironisiert und ja nimmt dadurch den ganzen zu viel Emotionalität zu beinhalten Rudert dann ein Stück zurück und ich glaube das machen insbesondere seine Briefe aus.

00:20:38: Das scheint mir sehr augenfällig, dass seine Privatkorrespondenz beispielsweise natürlich mit seiner Mutter oder seiner Schwester das vielleicht noch in größerem Maße beinhaltet als ja seine Werke.

00:20:52: Natürlich auch Deutschland einen Wintermärchen wo diese Ironie und die Fallhöhen ganz wunderbar genutzt werden.

00:20:57: Das ist schon richtig!

00:20:59: Und ich glaube durch die Kartografie Paris auch sehr viel von seiner eigenen Seelenlandschaft kartografiert.

00:21:09: Und ich glaube, das ist eine starke Berührbarkeit Heines!

00:21:14: Er hatte ja selbst sehr viele Wohnadressen, das ist also ständig umgezogen in Paris.

00:21:19: Hat die Eisenbahn mit kommentiert oder Opern-Erlebnisse, Konzerte... Also wirklich all das finde ich wunderschöne Texte!

00:21:30: Er war sehr lange sehr krank in der Matratzengeruft dem Grab ohne Ruhe wie er es einmal nannte und ich glaube es gehörte fast schon zum guten Ton in der damaligen Zeit zu Heine zu pilgern und Heine wenigstens einen Besuch abzustatten.

00:21:46: Und ich glaube, dass Heine es manchmal gebucht hat und er manchmal wirklich auch so überhaupt nicht ertragen konnte.

00:21:56: Wie wichtig ist Ihnen bei Ihrer Arbeit der Lebenswelten?

00:22:01: Und jetzt der Heine Lecture – das ist ja nochmal ein Schwerpunkt darauf!

00:22:05: Ach diesen Bezug zur den Jetzigen Lebenswelten, also zu bauen.

00:22:10: Gibt es da irgendwelche Ansätze die Sie da konkret verfolgen?

00:22:15: Also um erst noch mal unkonkret zu antworten, sondern generell diese Idee dass dieses Haus hier ein Ort der Begegnung ist und zwar im Wort sind wirklich ernst genommen das man aufeinander zukommt, dass man die Sprache des anderen nennt.

00:22:29: Die Sprache hier im Haus ist französisch dass man sich kritisch miteinander auseinandersetzt, dass man eben genau dieses Austarieren zwischen Gefühl und Intellekt tatsächlich lebt im Alltag miteinander.

00:22:41: Vielleicht auch erwähnen das hier nicht nur Deutsche im Haus leben sondern es sind alles internationale Häuser auf dem Campus.

00:22:46: wir leben mit zwanzig Nationen sozusagen in einem Haus zusammen Nationalitäten.

00:22:52: Und dass wir tatsächlich versuchen in der Tradition Heines den freien Fluss der Ideen und Gedanken zu befördern, das meinen wir ganz ernst.

00:23:00: Das ist der Anspruch.

00:23:01: Daran richten sich dann die Themen der Programmarbeit aus, die einerseits eben die Erinnerungskultur selbstverständlich in sich tragen als eine Säule des Hauses aber darüber hinaus vor allem den Dialog und die Begegnung.

00:23:16: sehr wichtig daran zu erinnern und auch an diese Tugenden wie Empathie, Freundschaft, Neugier das tatsächlich aufeinanderzugehen.

00:23:23: Denn wie Sie es gerade gesagt haben, sehr schön gesagt haben die sowohl die Sehnsucht als auch die Ironie sind.

00:23:29: ernsthaft nichts daran ist nicht wahr.

00:23:33: sozusagen auch wenn er sich über sich selbst lustig macht ist auch darin eine große Wahrhaftigkeit und zu dieser Verhaftigkeit zu kommen.

00:23:41: Ein wichtiges Ziel auch hier im Haus, weil dort kommt man nur hin wenn man sich tatsächlich auf Augenhöhe begegnet.

00:23:48: Und konkret in der Programmarbeit heißt das dass wir jetzt beispielsweise im Jubiläumsjahr ein sehr ausführlichen Zyklus zur Frage der Demokratie und ihrer Gefährdung in der heutigen Zeit angeboten haben mit Stimmen wie Axel Honnet, Götz Ali, Corinne Pelluchon die ich darüber gesprochen habe was die Herausforderungen sind denen sich unsere Demokratien aktuell gegenübersehen.

00:24:08: aber dann die ganz aktuellen Themenfelder der Klimawandel, die Resilienz, die Wehrhaftigkeit unserer Gesellschaften.

00:24:16: Das sind wichtige Themen, die wir verhandeln.

00:24:19: Wir haben im Haus übrigens auch ein Stipendium für Journalisten und Journalistinnen in Sinne von Heinrich Heiner.

00:24:26: also angehende Journalistin und Journalisten, die hier ein Praktikum in Paris machen wollen werden von unserem Förderverein darin unterstützt.

00:24:32: Also alles Maßnahmen, die dazu führen sollen dass dieses kritische Denken hier in Paris ausgehend von Heine bewahrt bleibt.

00:24:41: Ja, also eines ist ja natürlich paar Exzellenz gelungen die Gegenwart zeitkritisch aufzuspießen.

00:24:47: Tatsächlich unter Aufbringung seiner eigenen Sicherheit am Ende des Tages er wurde zensiert selbst Rezension über seine Werke wurden verboten hat natürlich in Deutschland ein Wintermärchen nochmal einen Bild gezeichnet, eines erstaarten Staates hat sehr viel Mut bewiesen.

00:25:08: Hat eine Art Urfassung des Wintermärchens schon auf seiner Reise verfasst nach Deutschland hinein.

00:25:14: und ja ich glaube das heine im wortwörtlichsten Sinne immer weltoffene Augen hatte auch in seinen Reisebildern, wo er auch geschaut hat.

00:25:24: Wie sieht es eigentlich in Italien aus?

00:25:25: Und da war auf Italien wenig unbedingt nur das Land, wo die Zitronen blühen.

00:25:30: oder auch in der Harzreise hatte er Göttingen seiner Universitätsstadt Wandern den Rücken zugedreht.

00:25:37: aber immer beobachtend also die Menschen beobachten mit einer ganz ganz großen Liebe und Empathie zu den Menschen, aber eben auch die großen Zusammenhänge scharf kritisch beobachten, sodass ich gerade dieses Journalistenstipendium unglaublich wertvoll finde.

00:25:54: In Düsseldorf gibt es auch einen Heinrich-Heine-Journalismuspreis tatsächlich auch dort nochmal

00:26:00: vergeben."

00:26:01: von der Journalistenvereinigung selbst.

00:26:04: Es gibt natürlich auch den ganz, ganz großen... Ich habe ihn eben schon erwähnt bei Simon Wade in Heinepreis, der Landeshauptet Düsseldorf mit fünfzigtausend Euro dotiert wo auch Medienmacher oder JournalistInnen wie zum Beispiel große Denker Alexander Kluge hier bepreist worden sind.

00:26:21: also ich glaube gerade das ist natürlich ganz, Demokratiebewegung ist auch für uns ein absolutes Schlagwort, wenngleich wir als Museum und Archiv natürlich sehr viel mit den Originalen arbeiten.

00:26:35: Aber es natürlich mit modernen Patinnen und Paten nach vorne transportieren.

00:26:40: jetzt übrigens Jüngstens vielleicht auch als Nachricht nochmal mit Jacques Tilly zusammen.

00:26:46: der hat vor wenigen Wochen tatsächlich eine heine Skulptur geschaffen und da hat Heine die Feder sozusagen unter dem Arm fast wie eine Waffe und ein kleines Tintenfass, so dass man hier angespitzt mit Heine auch schreiben kann.

00:27:01: Also als Bild quasi.

00:27:03: Und ich glaube ja das ist auch eine große Herausforderung an möglichst vielen, vielen Stellen Heine da auch lebendig zu halten.

00:27:12: Ich würde – auch wenn es mir schwer fällt jetzt vielleicht einen Zitat einspielen was gleichsam ästhetisch schön und doch auch traurig ist denn Heines letzte Ruhestädte auf dem Friedhof Montmartre.

00:27:27: und vielleicht hören wir einmal rein, was Heine in eine Art Testament uns hier einmal vermacht hat.

00:27:36: Symitier-Montmartre!

00:27:38: Heines Grab.

00:27:42: Ich verordne dass mein Leichenbegängnis so einfach sei und so wenig kostspielig wie das des geringsten Mannes im Volke.

00:27:51: Sterbe ich zu Paris So will ich auf dem Kirchhofe des Montmartres begraben werden Auf keinem anderen, denn unter der Bevölkerung des Vorbuch-Mormatre habe ich mein liebstes Leben gelebt.

00:28:04: Obgleich ich der luterisch protestantischen Konfession angehöre – wenigstens offiziell – so wünsche ich doch in jenem Teile des Kirchhofs beerdigt zu werden welcher den Becannern des römisch-katholischen Glaubens angewiesen ist damit die irdischen Reste meiner Frau, die dieser Religion mit großem Eifer zugetan ist einst neben den Meinigen ruhen

00:28:26: können.".

00:28:29: meiner edlen und hochherzigen Mutter, die so viel für mich getan sowie auch meinen teuren Geschwistern mit denen ich im ungetrübtesten Einverständnisse gelebt, sage ich ein letztes Lebewohl.

00:28:45: Leb wohl!

00:28:47: Auch du deutsche Heimat, Land der Rätsel und der Schmerzen, werde hell und glücklich, lebt wohl ihr geistreichen guten Franzosen, die ich so sehr geliebt habe.

00:29:03: Ich danke euch für eure heitere Gastfreundschaft.

00:29:08: Ich finde es ist gar nicht so einfach nach diesem Zitat noch etwas anzuschließen, mich macht das dann immer, obwohl ich's natürlich gut kenne ein bisschen betroffen und auch ruhig und erinnert mich daran dass ich jedes mal wenn ich in Paris bin gerne ans Grab von Heine gehe und ja einfach sozusagen ein bisschen in Ruhe Zwiesprache halte.

00:29:32: ich weiß dass viele andere Menschen auch machen bei ihren Paris-Besuchen.

00:29:38: Haben Sie das Gefühl, dass es noch heutzutage so eine richtige Anlaufstelle?

00:29:43: oder sagen sie ja, das ist sozusagen nur das Pendant zu vielen anderen hohe Städten?

00:29:50: Also ist es ein Anker, der seine Grabe ein Stück weit?

00:29:54: Ich glaube schon, dass sein Anker für einige ist und die Affinen auf jeden Fall.

00:30:01: Ich habe beim Hören dieses wirklich sehr bewegenden Zitats auch an meine Momente der Zusprache gedacht, die nicht in dem Grab stattfinden sondern in unserer Bibliothek.

00:30:10: Wir haben ja hier eine große Bibliotek und abends manchmal wenn der Trubel liegt getagt dann vorbei setze ich mich in die Bibliothek.

00:30:16: das ist... ...ich habe den Schlüssel zu dieser Biblioptek mein kleines Privileg als Direktorin und denke über den Tag nach und über das was uns beschäftigt und fühle mich dann heine tatsächlich sehr nah diesem Jahr europäischen Dichter deutscher Zunge, wie es ja heißt und hoffe dass wir auf der Höhe unserer Aufgaben sind.

00:30:36: Hoffe das wir tatsächlich in seinem Geister handeln und mit all dem gewachsen sind was gerade auf uns einströmt und womit wir umgehen müssen.

00:30:45: ich hoffe in seinen Sinne und Ich bin bei diesem Zitat ich hänge dann immer an den fast letzten Wortes der Gastfreundschaft und ich finde das ist eigentlich Ein sehr schönes Wort.

00:30:55: Dass er damit endet, berührt mich eigentlich fast noch am meisten und eigentlich ist es das was ich mir auch am meisten wünsche dass dieser Ort der Begegnung einer der Gastfreundschaft in dem wie man das ist nun tatsächlich sehr französisch im Sinne der Hospitalität die hier sehr groß geschrieben wird.

00:31:11: Das finde ich auch ganz wunderbar.

00:31:13: und jetzt sage ich auch heitere Gastfreundschaft.

00:31:15: Und das macht irgendwie, das ganze Zitat noch ein bisschen heller leuchtet nochmal.

00:31:21: Was Sie über Ihre Bibliothek gesagt haben – diese Art Zwiesprache kann ich nur sagen – es geht mir ähnlich im Archiv.

00:31:28: Da gibt's ja so grüne Archivkästen und die kann man dann aufklappen und da sind die ganzen Original-Handschriften, Briefe, Freunde und Feinde und Freundinnen und Feindinnen von Heine drin.

00:31:40: Manchmal habe ich so als Fantasie wirklich, dass es wie ein höheres Geistergespräch ist.

00:31:47: Dass so wie Heinis einmal sagt unter jedem Grabstein quasi eine Weltgeschichte zu finden ist und das weckt bei mir dann immer den entdeckeren Geist und auch den kritischen Geist.

00:31:58: Und ich würde sehr gerne neben der Gastfreinschaft noch mit einem kleinen Ausblick münden, denn in Ihrem Jubiläumsjahr haben wir bei Ihnen ja noch etwas Besonderes vor.

00:32:07: Auch ganz im Sinne Heinrich-Heines nämlich das Thema Literaturkritik – was können Sie uns dazu schon einmal verraten?

00:32:16: Ich würde das natürlich liebend gern ergänzen!

00:32:20: Ja, genau.

00:32:20: Eigentlich müsste ich Ihnen das erste Wort dazu geben denn es ist ja Ihr Projekt dieses Handbuch der Literaturkritik hier bei uns vorzustellen.

00:32:28: aber in der Tat also ich komme aus der Literatursenschaft habe eigentlich Komparatistik studiert und für mich ist das ganz wichtig dass auch nochmal von Heine ausgehend also noch mal hervorzustellen dass er natürlich Journalist war wie wir jetzt die ganze Zeit gesagt haben auch vor allem, ich weiß nicht wie man es gewichten möchte aber Poet-Schriftsteller und dass da diese Ambivalenz zwischen journalistischen Schreiben, literarischem Schreiben politischer Reflektion ganz entscheidend ist.

00:32:56: Und darum ist es besonders wichtig das der Begriff der Literaturkritik also des Nachdenkens über und mit der Literatur hier bei uns im Haus einen dauerhaften Platz findet in der Praxis in dem Reden über die Literaturkritik.

00:33:11: und darum bin ich ganz froh, dass Sie zu uns kommen und mit uns Geburtstag feiern.

00:33:15: Und diesen Band vorstellen!

00:33:19: Ja das werde ich zusammen tun mit den privaten Dozenten Dr.

00:33:21: Christoph Auf der Horst, der eben die Düsseldorfer Schule für Literatorenkritik mit aus der Taufe gehoben hat was ich besonders schön finde denn Heine war quasi der Ideengeber dahinter steckt.

00:33:35: Es gibt einfach noch kein Handbuch für Literaturkritik, aber es sollte auch ein gesellschaftlicher Diskurs werden.

00:33:40: Das sprechen über Literatur, literarische Geschmacksnormen und auch mutige Wertnormen.

00:33:46: Woran kann ich mich orientieren?

00:33:47: Und da gab es eben immer sehr viele Diskussionen mit Studierenden, aber auch mit Bürgerinnen über Autor-Innen und auch gemeinschaftlich mit Kritikerinnen.

00:33:57: Also das heißt, es ist so eine Art Feld aufgebaut worden – ein kritisches Literaturfeld!

00:34:04: Ich weiß, dass Herr Prof.

00:34:06: Ritte mit uns mitdiskutieren wird und später bei Ihnen noch mal geährt wird.

00:34:10: also ich hoffe das es eine Brücke zwischen Düsseldorf und Paris gibt und natürlich Deutschland und Frankreich aber eben auch dieser Gedanke den sie ebenso pflegen als Begegnungsort noch angereichert sein würde so wie bei ihnen auch um den kritischen Geist Heinis.

00:34:29: und dann, glaube ich, dürfte auch der europäische Gedanke eben nochmal getragen werden.

00:34:36: Ja dem kann ich mich nur anschließen.

00:34:39: Ich hoffe dass es uns gelingt das zu pflegen und in dieser Zeit die eine Zeit der Vereinfachung ist zumindest im Moment wir schaffen diese Ambivalenzen Widersprüche, diese Subtilitäten mit denen uns Heine permanent konfrontiert.

00:34:55: Dass wir die nicht nur aushalten sondern dass wir die fruchtbar machen können.

00:34:59: und dafür sind solche Projekte ganz wichtig.

00:35:01: Und ich weiß nicht wenn ich ihn zuhöre und über Heine nachdenke dann Die Erinnerung die ich als Kind eigentlich habe mit Heinrich Heine Bevor man in der Schule die schlesischen Weber und so gelesen hat das war eine Schallplatte bei meinen Großeltern sehr harte, strenge Menschen eigentlich die in einem kleinen Stadt und der Grenze zu Polen gelebt haben.

00:35:24: Und hier eine Platte hat eine Schallplatte von Peter Schreier, ein Sänger, der aus Meißen kommt, Dresden.

00:35:30: Das war also eine Einspielung der Dichterliebe von Robert Schumann was ja auch schon an sich ein kongenialer Titel ist für diese gemeinsame Produktion im Grunde die diese Vertonung ist.

00:35:43: und immer klang dieses Lied in mir nach, höre ich das Liedchenkling.

00:35:47: Dieses eine Lied aus dieser Dichterliebe, das endet mit Es treibt mich ein dunkles Sehen hinauf zur Waldeshöhe.

00:35:55: Das hat mich als Kind immer begleitet in seiner Dunkelheit auch In seiner Rätselhaftigkeit Und in seiner unfassbaren Schönheit.

00:36:02: und diese Momente der Affektion der Begegnung auch einfach mit dem literarischen Text und in Heines Fall eben auch immer seiner Musikalität, die wünsche ich uns.

00:36:12: Ja das ist ja natürlich Heines schwarze Romantik- und Revolution!

00:36:16: Ich möchte Ihnen ganz ganz herzlich danken für diesen wunderbaren Podcast und ich schließe mich mit den Anfangswünschen an, liebe Framfüß, ich wünsche Ihnen dass Sie sich befinden werden wie ein Fisch im Wasser oder wie Heine in Paris.

00:36:29: Ganz herzlichen Dank.

00:36:30: Danke.

Über diesen Podcast

Das Heinrich-Heine-Institut produziert seinen ersten Podcast. Er ist auf den gängigen Streaming-Plattformen und über die Podcast-Website verfügbar. Sie finden Ihn dort unter dem Titel „Romantik und Revolution – der Podcast des Heinrich-Heine-Instituts“. Auch über einen RSS-Feed können Sie dem Podcast folgen und in Ihrer Podcast-App, zum Beispiel auf dem Smartphone, abonnieren. Dafür stehen Ihnen viele verschiedene kostenlose Apps zur Verfügung. So erhalten Sie automatisch die neuste Folge auf ihr Endgerät.

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